Ausbildungs- und Lizensierungskurs 2024

Im Konzentrationslager Dachau und seinen zahlreichen Außenlagern waren zwischen 1933 und 1945 über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. 41.500 starben hier oder wurden ermordet. Heute besuchen jährlich über 900.000 Menschen die KZ-Gedenkstätte.

Zu den wesentlichen Aufgaben der KZ-Gedenkstätte Dachau gehört die Ausbildung internationaler Rundgangsreferent:innen. Mit der Durchführung von Rundgängen, Seminaren und Workshops leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Vermittlungsarbeit der KZ-Gedenkstätte.

In regelmäßigen Abständen bieten das Dachauer Forum e.V., das Max Mannheimer Studienzentrum und die Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau einen Ausbildungs- und Lizenzierungskurs für interessierte Personen an. In den Kursen wird grundlegendes historisches und pädagogisches Wissen vermittelt.

Die erfolgreiche Teilnahme am Ausbildungs- und Lizenzierungskurs ist Grundbedingung für jede Durchführung von Angeboten auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau. Dies gilt sowohl für kommerzielle Anbieter / Gästeführe:innen als auch für die Tätigkeit als freiberufliche Honorarkraft oder angestellte Rundgangsleiter:innen der Gedenkstätte oder ihrer Kooperationspartner – so wie uns.

Die erfolgreiche Teilnahme am Kurs ist keine Garantie für eine Beauftragung oder Anstellung, sondern ermöglicht die Bewerbung als Rundgangsleitung bei einer der genannten Organisationen.

Voraussetzung für die Teilnahme an einem Ausbildungskurs ist ein Interesse an Zeitgeschichte und Freude an der pädagogischen Arbeit mit unterschiedlichen Gruppen sowie die Bereitschaft, an eigenen Haltungen und Meinungen zu arbeiten sowie die Kurstermine selbstständig vor- und nachzubereiten. Kursteilnehmer:innen sollten über genug zeitliche Kapazitäten verfügen, um die Tätigkeit als Rundgangsleitung ausüben zu können und Sprachkenntnisse im Deutschen sowie möglichst noch einer weiteren Sprache mitbringen.

Ein neuer Ausbildungs- und Lizenzierungskurs beginnt im September 2024. Alle Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen, verpflichtenden Kursterminen und Bewerbungsmodalitäten finden Sie im PDF. Bewerbungsschluss ist der 5. Juni 2024.

Ausbildungs-und-Lizenzierungskurs-Rundgangsleitung-KZ-Gedenkstaette-Dachau-Ausschreibung-2024

Update: P-Seminar „KZ-Außenlager Ottobrunn“

In Kooperation mit dem Max Mannheimer Studienzentrum beschäftigte sich das P-Seminar Geschichte des Gymnasiums Ottobrunn im Schuljahr 2022/23 mit dem Außenlager des KZ Dachau in Ottobrunn.

Die Schüler:innen wollten bereits vorhandenes Material über das Außenlager Ottobrunn wieder aufgreifen, um ein neues digitales Endprodukt zu schaffen.
Über die Arolsen Archives bekam das Seminar weitere, bisher unbearbeitete Dokumente über Häftlinge des Außenlagers Ottobrunn.
An zwei Studientagen am MMSZ lernten die Schüler:innen zum einen den Umgang mit diesen historischen Quellen und zum anderen die Grundlagen des Storytelling, indem sie Tipps zum Dreh von kurzen, informativen Videoclips bekamen.

Die Ergebnisse in Form von Videos über das Ottobrunner Außenlager können hier und demnächst auf der Homepage des Gymnasiums Ottobrunn gesehen werden:

Update: WIR HABEN GEWONNEN!
Die Videobeiträge des Gymnasiums Ottobrunn haben den „P-Seminar Preis für Oberbayern“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
Hier gibt es einen Artikel zum Projekt: Ottobrunn gewinnt P-Seminarpreis des Bezirks Oberbayern.

Das Außenlager Ottobrunn

Julien Blanchard

Leopold Mica

Oskar Neumann

Haakon Sörbye

Haakon Sörbye, ein norwegischer Häftling, der unter anderem im Außenlager Ottobrunn inhaftiert war, besuchte Ottobrunn nach seiner Befreiung mehrfach – das erste Mal im Jahr 2005. Während dieser Besuche führte er Gespräche mit Schüler:innen des Ottobrunner Gymnasiums, die ausschnittsweise hier zu sehen sind.

Das Mahnmal für das Außenlager Ottobrunn des KZ Dachau – Interview mit dem Künstler Wolfgang Sandt

Im Juni 2023 sprachen die Schüler:innen des P-Seminars „KZ-Außenlager Ottobrunn“ mit dem Künstler Wolfgang Sandt, der das Mahnmal zur Erinnerung an das Außenlager geschaffen hat. In einem Online-Interview, das hier in drei kurzen Videos zu sehen ist, befragten Sie ihn, wie es dazu kam, dass er das Mahnmal konzipierte, welche Idee hinter dem Design steht und wie die Aufstellung des Mahnmals vonstatten ging.

Der Auftrag

Das Design

Die Aufstellung

Ergebnisse aus dem Workshop „Max Mannheimer – Sein Leben, seine Kunst“

Im letzten Jahr fand zur 25-Jahrfeier ein Workshop bei uns im Haus statt, bei dem Jugendliche sich mit dem Leben und der Kunst von Max Mannheimer auseinander gesetzt haben. Nach der Recherche und Biografiearbeit, wurden von den Jugendlichen kurze Storyboards entwickelt. Anschließend wurden die Ideen mit dem Smartphone gedreht und vertont.
Der Nachmittag wurde ebenfalls von einem Fotografen und Videoproducer begleitet, der den Workshop, aber auch die Wünsche der Teilnehmenden, die sie an die Erinnerungsarbeit haben, festgehalten hat.

 

Kurzvideos von den Teilnehmenden

Workshop: Max Mannheimer – sein Leben, seine Kunst

Habt ihr Lust Kurzvideos zu drehen und euch mit dem Leben von Max Mannheimer zu beschäftigen?

Am Freitag, den 17. November von 13:30 bis 17:30 Uhr habt ihr die Möglichkeit dazu bei uns im Max Mannheimer Studienzentrum.

In dem Workshop könnt ihr die Lebensgeschichte von Max Mannheimer (1920-2016), einem Holocaust-Überlebenden, kennenlernen. Sein Leben und seine Kunst werden Grundlage für Kurzvideos (Instagram, TikTok) sein, die ihr erstellt. Ein Filmemacher wird den Nachmittag mit euch begleiten und einen kleinen Film daraus machen.

Mittagessen, Getränke und Snacks bekommt ihr natürlich auch von uns. Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr 16 Jahre alt sein. Das ganze natürlich kostenlos.

Wenn ihr euch anmelden möchtet oder Fragen habt, meldet euch gerne per Mail bei Magdalena unter bildung@mmsz-dachau.de.