Neuer Workshop: „(Aus-)gezeichnet! Antisemitismus und Comic“

Neuer Workshop: „(Aus-)gezeichnet! Antisemitismus und Comic“

„(Aus-)gezeichnet! Antisemitismus und Comic“ so heißt ein neuer, niederschwelliger Workshop im Max Mannheimer Studienzentrum. Es wird bewusst auf längere Texte verzichtet und stattdessen die Graphic Novel als Vermittlungs- und Verarbeitungsmedium herangezogen. Anhand von Ausschnitten aus Graphic Novels, kurzen Videos und einem Positionsbarometer lernen die Teilnehmenden gegenwärtige Erscheinungsformen von Antisemitismus kennen und entwickeln anschließend zeichnerische Handlungsoptionen, um Antisemitismus zurückzuweisen.
Am Dienstag, den 6.2. – zum 104. Geburtstag von Max Mannheimer, wurde der Workshop dem Team der Referent:innen vorgestellt. Damit erweitern wir unser Angebot zur Prävention gegen Antisemitismus.
Der Comic über Max Mannheimer ist ein Teil des Workshops und erzählt seine Lebensgeschichte. Er wurde finanziert vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und dem Max Mannheimer Studienzentrum. Gezeichnet hat ihn Greta von Richthofen.

Ergebnisse aus dem Workshop „Max Mannheimer – Sein Leben, seine Kunst“

Im letzten Jahr fand zur 25-Jahrfeier ein Workshop bei uns im Haus statt, bei dem Jugendliche sich mit dem Leben und der Kunst von Max Mannheimer auseinander gesetzt haben. Nach der Recherche und Biografiearbeit, wurden von den Jugendlichen kurze Storyboards entwickelt. Anschließend wurden die Ideen mit dem Smartphone gedreht und vertont.
Der Nachmittag wurde ebenfalls von einem Fotografen und Videoproducer begleitet, der den Workshop, aber auch die Wünsche der Teilnehmenden, die sie an die Erinnerungsarbeit haben, festgehalten hat.

 

Kurzvideos von den Teilnehmenden

Fortbildung zur Leichten Sprache

Unter dem Titel: „Sag’s einfach – Leichte Sprache, die Brücke zu mehr Teilhabe“ wird Rihab Chaabane Heilpädagogin (M.A.), freiberufliche Fortbildnerin und Referentin als auch als Lehrbeauftragte an der Katholischen Hochschule Freiburg Tipps und Trick im Umgang mit der Leichten Sprache vermitteln.
In pädagogischen Settings werden Informationen oder Handlungsaufforderungen häufig nicht verstanden, da sie zu kompliziert formuliert sind. Insbesondere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, funktionalem Analphabetismus oder mit geringen Deutschkenntnissen erleben somit Barrieren in der Zugänglichkeit von Wissen und Information sowie der Teilhabe an Bildungsprozessen. Gerade für pädagogische Multiplikator:innen ist es daher wichtig, auf eine leicht zugängliche Sprache zu achten. Das Konzept der Leichten Sprache bietet Fachkräften ein praxisnahes Instrument zur Übersetzung von Text und
Sprache.
Wann: Montag, den 11. Dezember von 9 bis 17 Uhr

Anmeldungen bitte unter: bildung@mmsz-dachau.de

Mehr Informationen gibt es hier: https://mmsz-dachau.de/veranstaltungen/fortbildung-zur-leichten-sprache-sags-einfach-leichte-sprache-die-bruecke-zu-mehr-teilhabe/

P-Seminar „KZ-Außenlager Ottobrunn“

In Kooperation mit dem Max Mannheimer Studienzentrum beschäftigte sich das P-Seminar Geschichte des Gymnasiums Ottobrunn im Schuljahr 2022/23 mit dem Außenlager des KZ Dachau in Ottobrunn.

Die Schüler:innen wollten bereits vorhandenes Material über das Außenlager Ottobrunn wieder aufgreifen, um ein neues digitales Endprodukt zu schaffen.
Über die Arolsen Archives bekam das Seminar weitere, bisher unbearbeitete Dokumente über Häftlinge des Außenlagers Ottobrunn.
An zwei Studientagen am MMSZ lernten die Schüler:innen zum einen den Umgang mit diesen historischen Quellen und zum anderen die Grundlagen des Storytelling, indem sie Tipps zum Dreh von kurzen, informativen Videoclips bekamen.

Die Ergebnisse in Form von Videos über das Ottobrunner Außenlager können hier und demnächst auf der Homepage des Gymnasiums Ottobrunn gesehen werden:

Update: WIR HABEN GEWONNEN!
Die Videobeiträge des Gymnasiums Ottobrunn haben den „P-Seminar Preis für Oberbayern“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Das Außenlager Ottobrunn

Julien Blanchard

Leopold Mica

Oskar Neumann

Haakon Sörbye

Haakon Sörbye, ein norwegischer Häftling, der unter anderem im Außenlager Ottobrunn inhaftiert war, besuchte Ottobrunn nach seiner Befreiung mehrfach – das erste Mal im Jahr 2005. Während dieser Besuche führte er Gespräche mit Schüler:innen des Ottobrunner Gymnasiums, die ausschnittsweise hier zu sehen sind.

Das Mahnmal für das Außenlager Ottobrunn des KZ Dachau – Interview mit dem Künstler Wolfgang Sandt

Im Juni 2023 sprachen die Schüler:innen des P-Seminars „KZ-Außenlager Ottobrunn“ mit dem Künstler Wolfgang Sandt, der das Mahnmal zur Erinnerung an das Außenlager geschaffen hat. In einem Online-Interview, das hier in drei kurzen Videos zu sehen ist, befragten Sie ihn, wie es dazu kam, dass er das Mahnmal konzipierte, welche Idee hinter dem Design steht und wie die Aufstellung des Mahnmals vonstatten ging.

Der Auftrag

Das Design

Die Aufstellung

Sommer.dok in München

Am vergangenen Dienstag (18.Juli) konnten wir im Rahmen des Sommer.dok 2023 unsere Ausstellung „Erinnerungsbilder_ Obrazy pamięci“ in den Fenstern des NS-Dokumentationszentrum München zeigen. Die Fotos und Cyanotopien entstanden im deutsch-polnischen Fotoseminar, das wir gemeinsam mit der MDSM / IJBS International Youth Meeting Centre in Oświęcim im April bei uns im Haus durchgeführt haben. Die Teilnehmer:innen Verena, Gregor, Kilian und Tobias haben sich stellvertretend zur Verfügung gestellt und interessierten Besucher:innen von dem Projekt und ihren Erfahrungen erzählt.

Informationen zur Ausstellung gibt es auf Instagram: Ausstellung Erinnerungsbilder_ obrazypamieci