Fortbildung zur Leichten Sprache

Unter dem Titel: „Sag’s einfach – Leichte Sprache, die Brücke zu mehr Teilhabe“ wird Rihab Chaabane Heilpädagogin (M.A.), freiberufliche Fortbildnerin und Referentin als auch als Lehrbeauftragte an der Katholischen Hochschule Freiburg Tipps und Trick im Umgang mit der Leichten Sprache vermitteln.
In pädagogischen Settings werden Informationen oder Handlungsaufforderungen häufig nicht verstanden, da sie zu kompliziert formuliert sind. Insbesondere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, funktionalem Analphabetismus oder mit geringen Deutschkenntnissen erleben somit Barrieren in der Zugänglichkeit von Wissen und Information sowie der Teilhabe an Bildungsprozessen. Gerade für pädagogische Multiplikator:innen ist es daher wichtig, auf eine leicht zugängliche Sprache zu achten. Das Konzept der Leichten Sprache bietet Fachkräften ein praxisnahes Instrument zur Übersetzung von Text und
Sprache.
Wann: Montag, den 11. Dezember von 9 bis 17 Uhr

Anmeldungen bitte unter: bildung@mmsz-dachau.de

Mehr Informationen gibt es hier: https://mmsz-dachau.de/veranstaltungen/fortbildung-zur-leichten-sprache-sags-einfach-leichte-sprache-die-bruecke-zu-mehr-teilhabe/

P-Seminar „KZ-Außenlager Ottobrunn“

In Kooperation mit dem Max Mannheimer Studienzentrum beschäftigte sich das P-Seminar Geschichte des Gymnasiums Ottobrunn im Schuljahr 2022/23 mit dem Außenlager des KZ Dachau in Ottobrunn.

Die Schüler:innen wollten bereits vorhandenes Material über das Außenlager Ottobrunn wieder aufgreifen, um ein neues digitales Endprodukt zu schaffen.
Über die Arolsen Archives bekam das Seminar weitere, bisher unbearbeitete Dokumente über Häftlinge des Außenlagers Ottobrunn.
An zwei Studientagen am MMSZ lernten die Schüler:innen zum einen den Umgang mit diesen historischen Quellen und zum anderen die Grundlagen des Storytelling, indem sie Tipps zum Dreh von kurzen, informativen Videoclips bekamen.

Die Ergebnisse in Form von Videos über das Ottobrunner Außenlager können hier und demnächst auf der Homepage des Gymnasiums Ottobrunn gesehen werden:

Update: WIR HABEN GEWONNEN!
Die Videobeiträge des Gymnasiums Ottobrunn haben den „P-Seminar Preis für Oberbayern“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Das Außenlager Ottobrunn

Julien Blanchard

Leopold Mica

Oskar Neumann

Haakon Sörbye

Haakon Sörbye, ein norwegischer Häftling, der unter anderem im Außenlager Ottobrunn inhaftiert war, besuchte Ottobrunn nach seiner Befreiung mehrfach – das erste Mal im Jahr 2005. Während dieser Besuche führte er Gespräche mit Schüler:innen des Ottobrunner Gymnasiums, die ausschnittsweise hier zu sehen sind.

Das Mahnmal für das Außenlager Ottobrunn des KZ Dachau – Interview mit dem Künstler Wolfgang Sandt

Im Juni 2023 sprachen die Schüler:innen des P-Seminars „KZ-Außenlager Ottobrunn“ mit dem Künstler Wolfgang Sandt, der das Mahnmal zur Erinnerung an das Außenlager geschaffen hat. In einem Online-Interview, das hier in drei kurzen Videos zu sehen ist, befragten Sie ihn, wie es dazu kam, dass er das Mahnmal konzipierte, welche Idee hinter dem Design steht und wie die Aufstellung des Mahnmals vonstatten ging.

Der Auftrag

Das Design

Die Aufstellung

Sommer.dok in München

Am vergangenen Dienstag (18.Juli) konnten wir im Rahmen des Sommer.dok 2023 unsere Ausstellung „Erinnerungsbilder_ Obrazy pamięci“ in den Fenstern des NS-Dokumentationszentrum München zeigen. Die Fotos und Cyanotopien entstanden im deutsch-polnischen Fotoseminar, das wir gemeinsam mit der MDSM / IJBS International Youth Meeting Centre in Oświęcim im April bei uns im Haus durchgeführt haben. Die Teilnehmer:innen Verena, Gregor, Kilian und Tobias haben sich stellvertretend zur Verfügung gestellt und interessierten Besucher:innen von dem Projekt und ihren Erfahrungen erzählt.

Informationen zur Ausstellung gibt es auf Instagram: Ausstellung Erinnerungsbilder_ obrazypamieci

Ausstellung „Humans of the Holocaust“ von Erez Kaganovitz

38 Geschichten über menschliche Stärke, den Überlebenswillen und Hoffnung hat der israelische Fotograf Erez Kaganovitz für die Ausstellung „Humans of the Holocaust“ eingefangen. Mit seinen Fotografien und begleitenden Texten erzählt er mit Sensibilität und Feingefühl von Holocaustüberlebenden sowie ihren Nachfahren und gibt einen tiefen Einblick in ihr Leben.
Seit dem 14. Juni 2023 ist die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Jugendaustausch Bayern gezeigt wird, im Max Mannheimer Haus ausgestellt.

Die Ausstellung zielt insbesondere darauf ab, junge Menschen besser über den Holocaust zu informieren. „Das Projekt ‚Humans of the Holocaus‘ entstand, nachdem ich eine Studie der Jewish Claims Conference gelesen hatte. Daraus ging hervor, dass über zwei Drittel der Jugendlichen in den USA noch nie etwas von Auschwitz gehört hatten. Die Hälfte der Befragten konnte keinen einzigen Namen eines Konzentrationslagers oder Ghettos nennen. Diese Zahlen haben mich zutiefst erschreckt. Mir wurde klar, dass ich gegen diese Wissenslücken etwas unternehmen muss. Millennials und Jugendliche der Gen Z hegen große Neugierde für das Thema. Diese will ich mit der Ausstellung stillen. Daher versuche ich, Jugendliche über die Lehren des Holocaust zeitgemäß aufzuklären und zu informieren. Die gesammelten Portraits sind inspirierend, sehr persönlich und optimistisch. Sie werden auf unerwartete und bewegende Weise geschildert. Die Geschichten haben eine globale und universelle Botschaft. Man muss nicht jüdisch sein, um sich mit ihnen zu identifizieren“, erklärte Erez Kaganovitz bei der Ausstellungseröffnung.

2012 begann der israelische Künstler mit seinem Projekt „Humans of Tel Aviv“ – inspiriert von der Serie „Humans of New York“ des amerikanischen Fotografen Brandon Stanton. 2016 veröffentlichte er ein Foto, das die Unterarme der Enkel von Yosef Diamant zeigt. Diamant überlebte Auschwitz. Seine Familie ließ sich seine Häftlingsnummer auf ihre Arme tätowieren. Dazu bekam er so viele Fragen, dass er entschloss eine eigene Serie über Holocaust-Überlebende und deren Erinnerungen zu beginnen.
In einem Workshop mit dem Künstler hat das Team vom MMSZ Einblicke in die mögliche Einbindung der Portraits in die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen bekommen.
Bis Mitte August hängen die Bilder im Foyer des Max Mannheimer Hauses und sind frei zugänglich. Danach soll sie weiter auf Reise gehen und in allen sieben Regierungsbezirken Bayerns ausgestellt werden.

CALL FOR PARTICIPANTS – Summer school “Between Memory and Oblivion”

Documenta and its partners are looking for participants for the summer school “Between Memory and Oblivion”, which will take place in Croatia from the 24th to the 26th of June 2023.The summer school will deal with the topic of culture of memory and remembrance/forgetting practices in Croatia, through different methodological tools, including lectures, visits, taking part in commemorations, and workshops. On the second day of the activity, the participants will visit locations of the former Ustasha concentration camps from Gospić-Jadovno-Pag system where mostly people of Serb and Jewish ethnic descent were killed during the summer of 1941, and take part in the annual commemoration. Participants should be resident of the European Union member states, and be between 18 and 30 years old. To apply please complete this form: https://forms.gle/qhyDacf1EkhuYrNX6  until June 4th, 2023.For more information, check the infopack attached, or contact alice.straniero@documenta.hr. The project “Between memory and oblivion: WWII places of remembrance” is financed by the European Union through the programme CERV.

Infopack BMO Summer school

Das Toolkit aus dem Projekt „Who Were the Victims of the National Socialists?“ ist fertig!

Das Toolkit vom Projekt „Who Were the Victims of the National Socialists?“ ist fertig. Darin gibt es viele Infos und Tipps für die Umsetzung und Durchführungen von Projekten zum ortsbezogenen Lernen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung von jedem Team, historische Informationsblätter und Lernressourcen sollen dabei unterstützen, gemeinsam mit jungen Menschen ein eigenes Placed based learning Projekt durchzuführen.

Hier geht es zum Download: Who-Were-the-Victims-Toolkit.pdf

Dieses Toolkit wurde im Rahmen von „Who Were the Victims of the National Socialists?“ entwickelt. Ein Projekt der Bildungsagenda NS Unjustice finanziert von der EVZ Foundation und koordiniert von EuroClio – European Association of History Educators und dem Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau.