Memory Momentum – Warum erinnern wir uns noch 80 Jahre nach der Shoah?
Insbesondere im virtuellen Raum ist Antisemitismus weit verbreitet – und damit im aktuell wichtigsten und prägendsten lebensweltlichen Kommunikations- und Informationsforum junger Menschen. Für diese Zielgruppe stellt das Internet die bevorzugte Plattform zur Wissensaneignung dar. Entsprechend ist es von zentraler Bedeutung, junge Menschen in der ihnen vertrauten und als attraktiv erlebten Umgebung abzuholen und eine digitale Plattform bereitzustellen, die differenzierte, vielfältige und empathische Zugänge zum Thema bietet und auch im Rahmen analoger Vermittlungsformate genutzt werden kann. Memory Momentum ermöglicht als eine virtuelle, multimodale Lernplattform sowie Vor-Ort-Workshops und Schulungen, die 2025-2028 entstehen, eine kognitive und kreative Wissensaneignung, die Sensibilisierung für Antisemitismus sowie die Reflexion eigener Vorurteile und trägt so zur Verringerung derselben bei.
Im Projektjahr 2025 wird das digitale Modul „Q&A – Quellen und Archiv“ entwickelt.
„Q&A“ ermöglicht es, didaktisch ansprechend, historische und aktuelle Quellen anhand interaktiver Anwendungen selbst erkundend zu dekonstruieren. Zudem wird ein Workshop konzipiert in dem die Teilnehmenden auf der Basis von „Q&A“ unter Einsatz von dialogischen und introspektiven Methoden die strukturellen Ähnlichkeiten diskriminierender antisemitischer Aussagen mit Blick auf die Auswirkungen für Betroffene heraus. So verbinden sich kognitiver und empathischer Ansatz.
Sowohl das digitale Modul und als auch der Workshop werden fortlaufend von der Zielgruppe evaluiert.
Das Projekt „Memory Momentum“ wird gefördert im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
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