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Projekt „Digital Visual Novel zu Max Mannheimer“ 

Ziel des Projekts ist die Erstellung einer digitalen Visual Novel, die anhand der Lebensgeschichte unseres Namensgebers Max Mannheimer sowohl die ideologischen und internationalen Dimensionen der Verfolgungsgeschichte in den Blick nimmt als auch die Bedeutung der Erinnerung für unsere heutige Gesellschaft verdeutlicht. Zielgruppe sind Jugendliche/junge Erwachsene sowie Multiplikator:innen der historisch-politischen Bildungsarbeit in Deutschland und Polen. 

In einer Zeit, in der die tatsächliche Begegnung mit dem Zeitzeugen Max Mannheimer nicht mehr möglich ist, sollen den Jugendlichen mittels der digitalen Visual Novel ausgehend von seiner Lebensgeschichte sowohl Strukturen und Dimensionen des Terrors der Nationalsozialisten vermittelt werden wie auch – auf Basis dieser Erinnerung – die Bedeutung des aktiven Einsatzes für eine vielfältige, tolerante und demokratische Gesellschaft. Dabei bietet das digitale Medium mit seiner festen Verankerung in der Lebenswelt junger Menschen einen interaktiven, niederschwelligen Zugang, der sowohl technisch attraktiv als auch über den biographischen Bezug inhaltlich und emphatisch anschlussfähig ist.
Zudem ist es gerade auch in der Erinnerungskultur wichtig, mit Medien zu arbeiten, die dem lebensweltlichen Kontext (nicht nur) Jugendlicher und junger Erwachsener entsprechen, um so intrinsisches Interesse zu wecken und eine weitere freiwillige Beschäftigung anzustoßen. Game-Mechaniken ermöglichen es den Benutzer:innen beispielsweise, über spezifische Themen wie Ideologie, KZ-System oder Erinnerungskultur selbstbestimmt tiefergehende Informationen zu erhalten. Da die digitale Visual Novel nach Fertigstellung in drei Sprachen frei verfügbar sein wird (über App-Store und Google Play herunterzuladen und auch auf dem Handy zu spielen), ist die Reichweite nicht auf die Vorort-Nutzung der gedenkstättenpädagogischen Einrichtung beschränkt, sondern steht allen Benutzergruppen offen. 

Gefördert wurde das Projekt von der EVZ Foundation in der Förderlinie [re]create digital history im Förderprogramm Jugend erinnert international, finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.