History in Dialogue – ein israelisch-deutscher Bildungsaustausch

 

In dem Projekt „History in Dialogue“ entwickeln das Center for Humanistic Education in Akko/Israel, die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und das Max Mannheimer Studienzentrum gemeinsam Methoden-Bausteine für eine offene, kommunikative und vielfältige Praxis der Geschichtsvermittlung. Die Kooperation begann mit einem zweiteiligen Fachkräfteaustausch in Dachau/Flossenbürg und Akko/Israel 2014/2015, bei dem pädagogische Mitarbeiter_innen der drei Institutionen sich über ihre Bildungsansätze, Methoden und Herausforderungen in der alltäglichen Arbeit auseinandersetzen konnten. Auf den für alle Beteiligten sehr interessanten Diskussionen konnte mit einem Projekt aufgebaut werden, das sich zum Ziel gesetzt hatte, in gemeinsamer Auseinandersetzung Methodenbausteine für eine dialogische Bildungsarbeit zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau und des Konzentrationslagers Flossenbürg vor Ort an den beiden Gedenkstätten zu konzipieren. Die bestehenden Ansätze wurden dabei kritisch auf ihre Zielsetzungen sowie ihr Potential zur Eröffnung von Diskussionsräumen vor dem Hintergrund der vielschichtigen Diversität der Gruppen, die die Bildungsangebote wahrnehmen, befragt. Es ging um eine Weiterentwicklung der Methoden durch die intensive Auseinandersetzung mit konkreten Vermittlungssituationen. In einem nächsten Schritt (Ende 2017/2018) werden nun die freien Mitarbeiter_innen einbezogen, die die Expertise aus der alltäglichen Praxis mit Gruppen in den Prozess einbringen können. Sie sollen dabei die Möglichkeit haben, ihre Arbeit zu reflektieren und neue Formen der Moderation von Kommunikationsprozessen auszuprobieren, die den Teilnehmenden an Rundgängen und Seminaren Räume eröffnen, eigene Fragen an und Positionen zur Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Nachwirkungen zu entwickeln. Finanziert wird das Projekt von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Nina Ritz

Pädagogische Leitung

E-Mail: ritz@mmsz-dachau.de
Telefon: 08131/6177-12

Jahresbericht 2014-2015

Frühere Projekte finden Sie in unseren Jahresberichten

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