Ausstellung in der Versöhnungskirche: Camera Obscura – Fotografien mit der Lochkamera

11. Februar 2018

Wir freuen uns, dass die Versöhnungskirche in Dachau bis zum 22. April 2018 eine Ausstellung des Max Mannheimer Studienzentrums zeigt, die gemeinsam mit dem israelischen Fotokünstler Ilan Wolff zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau entstanden ist und 2015 bereits im Max Mannheimer Haus zu sehen war. Ilan Wolff arbeitet seit vielen Jahren mit der Lochkameratechnik und leitet Workshops mit Schulen in ganz Deutschland. Im Sommer 2016 war er zuletzt in Dachau und hat im Max Mannheimer Haus gemeinsam mit einem P-Seminar des Josef-Effner-Gymnasiums das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers fotografiert.

Blick in die Ausstellung Camera Obsura in der Versöhnungskirche DachauBlick in die Ausstellung Camera Obsura in der Versöhnungskirche Dachau

In der jetzt zum zweiten Mal gezeigten Ausstellung sind vor allem Fotos zu sehen, die auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau am Tag vor der Befreiungsfeier und während der eigentlichen Gedenkfeierlichkeiten, auf dem Gelände des ehemaligen Arbeitskommandos „Kräutergarten“ sowie in der Straße der KZ-Opfer mit Perspektive auf das ehemalige SS-Gelände entstanden. Weiterhin wurden Überlebende aus Russland, der Ukraine und Belarus porträtiert, die sich auf Einladung des Internationalen Fördervereins für Jugendbegegnung und Gedenkstättenpädagogik im Jugendgästehaus Dachau aufhielten sowie Zeitzeugen, die an den Befreiungsfeierlichkeiten teilnahmen. In einem Seminarraum des Jugendgästehauses, der zur Dunkelkammer umfunktioniert worden war, hat die Gruppe die Negative selbst entwickelt und Positivabzüge erstellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten ihre Kriterien für die Motivauswahl, interpretierten die Fotoaufnahmen und verknüpften die künstlerische Auseinandersetzung mit der inhaltlichen Diskussion.

Lochkameraufnahme der Barrackenrekonstruktion auf der Gedenkstätte Dachau

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